Kurztrips,  Wanderlust

Ein Tag in Edinburgh

Anreise

Bucht man rechtzeitig und nicht zu knapp einen Zug aus Newcastle upon Tyne nach Edinburgh, zahlt man für hin und zurück nicht mehr als 15 Pfund. Die Fahrt beträgt knapp ein und halb Stunden und man sollte sich auf jeden Fall einen Fensterplatz reservieren (was in England umsonst ist!), da man an der Küste entlangfährt, an einigen schönen Orten und an vielen Schafen vorbeikommt.

Man kann Edinburgh grob in zwei Teile einteilen. Zum einen, in die Altstadt, die sich auf dem Rücken des Castle Hills bis zu der Salisbury Crags zieht. Die Royal Mile ist die Hauptstraße, von der viele weitere Straßen und Gässchen abgehen. Der andere Teil ist die New Town, die gegenüber der Altstadt liegt und durch die Princes Street getrennt ist.


Erster Stopp: Royal Mile – Herzstück der Altstadt

 Die Royal Mile zieht sich vom Edinburgh Castle bis zum Holyrood Palace und ist etwa 1,5 Kilometer lang. Auf dieser befinden sich unzählige Läden, Restaurants und Cafés, aber auch viele Sehenswürdigkeiten, an denen man vorbeischlendern oder sich anschauen kann. Diese sind wir zu Beginn einfach entlangspaziert, um einen Überblick der Stadt zu bekommen und um die ersten Eindrücke auf uns wirken zu lassen.

Ein tolles Café, das ich empfehlen kann, ist das „Deacon’s House Cafe“. Ich habe leider vergessen Bilder zu machen (unglaublich, aber wahr), dennoch solltet ihr auf jeden Fall vorbeischauen. Der Name des Cafés steht auf einem Schild in der Royal Mile, an der Stelle geht man dann durch eine kleine Gasse und kann im Sommer dort draußen sitzen, ansonsten geht man in das Innere des Cafés. Es ist nicht sonderlich groß und leider meist sehr voll, da es viele Leute besuchen, jedoch sieht es sehr süß aus und hat zahlreiche Gebäckstücke. Wir haben uns ganz klassisch für Scones mit clotted cream und Marmelade entschieden.

Nächster Stopp: Edinburgh Castle

An einem Ende der Royal Mile und auf dem Castle Hill befindet sich die Burg von Edinburgh. Die Burg soll im 7. Jahrhundert errichtet worden sein, jedoch ist dies nicht eindeutig geklärt. Davor befindet sich ein großer Platz, auf dem zahlreiche Touristen wimmeln und Fotos machen, da viele nicht in das Innere gehen, da es 17 Pfund kostet. Von Innen hat man einen tollen Blick auf die Princes Street (die große Straße, die Alt- und Neustadt voneinander trennt) und allgemein auf die New Town. Außerdem bekommt man Einblicke in die Geschichte der Burg und ihren früheren Bewohnern. Täglich um 13 Uhr, außer sonntags, wird der „one o’clock gun“ – Kanonenschuss von den Burgmauern abgefeuert. Steht man auf der anderen Seite, in der New Town auf der Princes Street, kann man die Burg aus der Ferne in voller Pracht bewundern.

Nächster Stopp: The Scotch Whisky Experience

Läuft man vom Edinburgh Castle weg, kommt man an der Scotch Whisky Experience (eine Destillerie) vorbei. Man kann Führungen machen, bei denen man in einem Holzfass sitzend herumfährt und etwas über den schottischen Whisky erzählt bekommt, anschließend gibt es auch noch ein Gläschen Whisky. Da wir aber nur einen Tag in Edinburgh hatten, haben wir uns nur den Laden angeschaut, in dem man unendlich viele Whiskys kaufen kann. Dort haben wir dann auch einige kleine Probierfläschchen mitgenommen, um sie unseren Vätern und Freunden zu schenken.

Nächster Stopp: St Giles‘ Cathedral

Läuft man weiter die Royal Mile entlang, kommt man irgendwann an einem Platz mit einer Kathedrale vorbei. Die St Giles‘ Cathedral ist die wichtigste Kirche Edinburghs. Hier stand schon vor 900 Jahren eine Kirche, die aber erst im 14. Jahrhundert weiter ausgebaut wurde. So atemberaubend wie sie von außen ist, so atemberaubend ist sie auch von innen. Vor allem die Thistle Chapel, eine kleine Kapelle, die am Ende der Kathedrale ist.

Nächster Stopp: New Town – Princes Street

Als nächstes sind wir die lange Straße hinunter bis zur New Town gelaufen. Die erste Straße, die einem dort begegnet, ist eine riesige Einkaufsstraße mit unendlich vielen Shoppingmöglichkeiten. Hier fahren auch alle Busse und Trams durch.

Nächster Stopp: Princes Street Gardens

In der Princes Street befinden sich die Princes Street Gardens. Dies ist ein langer grüner Park mit vielen Grünflächen und Bänken, auf denen man die Sonne genießen kann. Wer einfach nur etwas Ruhe sucht, findet sie mitten in der Innenstadt. Dort kann man sich mit einem Laptop oder einem Buch und einem Kaffee hinsetzen und das Wetter genießen. Obwohl wir im Oktober dort waren, saßen viele Leute im Park, auch wenn sie dann viel dicker angezogen waren. Der Park wurde im 18. Jahrhundert angelegt, nachdem der Nor Loch (ein großer See in Edinburgh) trockengelegt wurde. In den Sommermonaten finden dort regelmäßig Konzerte und Auftritte statt.

Nächster Stopp: Scott Monument

Das ist ein Denkmal, dass zu Ehren Sir Walter Scotts (einem Schriftsteller) 1846 errichtet wurde. Das Denkmal ist 61 Meter hoch und man kann sogar gegen Eintritt auf die Aussichtsplattform gehen (jedoch werden nur eine bestimmte Anzahl an Menschen stündlich hinaufgelassen). Sie befindet sich in der Nähe der Waverley Station (Bahnhof).

Letzter Stopp: The Elephant House

Für alle Harry Potter Fans: In diesem Café hat J.K.Rowling gesessen und an ihren Büchern geschrieben. Dies haben wir uns natürlich mal von außen und innen anschauen wollen.

Edinburgh hat mir sehr gut gefallen und ich würde immer wieder dorthin fahren. Da wir nur einen Tag dort verbracht haben, konnten wir uns nicht mehr anschauen, doch es gibt soooo viel mehr! Edinburgh ist eine Stadt voller Denkmäler, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Museen und ich freue mich schon darauf, eines Tages zurückzufahren. Auch was die Shoppingmöglichkeiten betrifft, hat Edinburgh eine große Auswahl.

Zu Mittag haben wir übrigens bei Bella Italia gegessen, einer italienischen Restaurantkette, die in England verteilt ist. Für mich gab es die Spaghetti Frutti di Mare, die sehr lecker waren!

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