Kurztrips,  Wanderlust

Ein Tag in Würzburg

Vor ein paar Wochen hatte eine Freundin Geburtstag. Daraufhin haben eine andere Freundin und ich überlegt, was wir ihr denn schenken könnten und sind schnell draufgekommen, dass wir gerne irgendetwas zusammen unternehmen möchten. Ihr Vorschlag war ein Städtetrip, dem ich sofort zustimmte. Dann haben wir uns überlegt, welche Städte in der Umgebung von Mainz liegen, nicht zu weit weg sind und vor allem, dass das Geburtstagskind nicht schon dort war. Und tadaa – es wurde Würzburg.

Wir sind morgens um 9 Uhr mit dem Auto losgefahren und haben knapp ein und halb Stunden gebraucht. Wir haben dann das Auto im Parkhaus Mitte geparkt. Von dort sind wir dann zuerst in das Café Fred, wo wir ordentlich gefrühstückt haben, um wohl genährt den Tag zu starten.

Erster Stopp: Residenz Würzburg

Zuerst sind wir zu der Residenz Würzburg gelaufen. Dieser Palast wurde von 1720 bis 1781 gebaut und gilt seit 1981 als UNESCO-Welterbe und das zu Recht, denn er ist atemberaubend schön. Wir sind dann einmal um den Palast gelaufen, haben den Hofgarten entdeckt und sind dann durch den Obstgarten, den Südgarten und die Gärtnerei gelaufen und haben natürlich fleißig Fotos gemacht. Am Brunnen haben wir uns dann auf eine Bank gesetzt, die Sonne genossen und einfach ein bisschen gequatscht. Eigentlich wollten wir auch in die Hofkirche „Allerheiligste Dreifaltigkeit“, doch die war an diesem Tag leider geschlossen. Sie soll aber unglaublich schön sein.

Nächster Stopp: Marktplatz und Marienkapelle

Als Nächstes haben wir uns auf den Weg zum Marktplatz gemacht. Dabei sind wir durch die Innenstadt gelaufen, haben auch ein paar nette Seitenstraßen entdeckt und sind dann über den Markplatz geschlendert, der gut besucht war. Dort steht außerdem die Marienkapelle, die 1480 fertiggestellt wurde. Leider wurde die Kapelle bei dem Bombenangriff 1945 beschädigt und brannte vollständig aus, weswegen sie dann wiederaufgebaut werden musste. Interessant ist, dass die kleinen Läden, die sich an die Kirchenmauer drücken, „Schwalbenlädle“ heißen und die Mieteinnahmen der Kirche zugutekommen. Darunter befindet sich auch das kleinste Café Würzburgs.

Nächster Stopp: Alte Mainbrücke

Von dort aus wollten wir dann unbedingt zur Festung Marienberg gehen. Und um dorthin zu gelangen, muss man über die Alte Mainbrücke, die älteste Brücke über den Main in Würzburg. Sie verbindet die Altstadt mit der gegenüberliegenden Festung Marienberg. Auf der Brücke war leider sehr viel los, weswegen ich kein gutes Foto machen konnte. Was aber süß war, war, dass alle paar Meter Stehtische aufgebaut waren, an denen man den am Anfang der Brücke gekauften Wein trinken konnte.

Nächster Stopp: Festung Marienberg

Über die Brücke drüber, waren wir der Festung schon ein ganzes Stück näher, doch das war erst der Anfang. Danach muss man nämlich knapp 25 Minuten bergauf laufen (und unzählige Treppen), doch der Ausblick am Ende war es wirklich wert. Die Festung wurde im 8. Jahrhundert (!!) errichtet und wurde im 16. Jahrhundert zum Renaissanceschloss umgebaut. Um die Festung herum liegen zahlreiche Befestigungsanlagen. Heute gibt es dort außerdem das Museum für Franken, das zu den großen Kunstsammlungen Bayerns gehört. Oben angekommen, haben wir dann die Aussicht genossen, bevor wir uns dann wieder auf den Weg gemacht haben.

Nächster Stopp: Wunschlos glücklich

Nach dem Auf- und Abstieg waren wir alle ziemlich durstig und wollten so schnell wie möglich ein süßes Café finden. Zuerst sind wir zurück zum Marktplatz gelaufen, doch dort war alles belegt, weswegen wir dann nach weiteren Cafés gegoogelt haben. Diese Suche hat uns dann zum Wunschlos glücklich Café geführt, dass zufälligerweise genau gegenüber vom Parkhaus lag, in dem wir geparkt haben. Dort haben wir dann etwas getrunken und noch Waffeln und Zimtschnecken gegessen. Wir haben den Tag dort dann ausklingen lassen und haben einfach noch entspannt und geredet, denn irgendwann war es uns einfach zu heiß, um noch weitere Sehenswürdigkeiten abzuklappern.

Tatsächlich hätten wir noch viel mehr in Würzburg sehen können, wenn wir uns total beeilt hätten und auch früher losgefahren wären, doch wir wollten aus dem Trip einen schönen Mädelstag machen, der uns auch gut gelungen ist. Außerdem dachten wir uns, können wir so irgendwann noch einmal wiederkommen und alles andere besichtigen, was wir jetzt nicht geschafft haben. Die Hauptsehenswürdigkeiten haben wir gesehen und waren auch wirklich begeistert. Würzburg ist als Stadt nicht sonderlich groß, hat uns aber unglaublich gut gefallen, weswegen ich definitiv nochmal hinfahren würde.

Wart ihr schon einmal in Würzburg? Wenn ja, was hat euch besonders gut gefallen? Elisa, xx

16 Comments

  • Nadine

    Ein schöner Reisebericht! Ich war im August für ein paar Tage in Würzburg und fand die Stadt echt schön, habe halt einfach eine Vorliebe für Altstädte und das sie nicht so riesig war, hat mir auch gefallen. Interessant waren auch die Facts, hatte mich in dem Urlaub nicht näher mit gefasst. Auch schön ist der japanische Garten im alten Bundesgartenschau Gelände, da haben wir auch einige Fotos gemacht.

    danke für deinen lieben Kommentar. Ja Camille is toll, gerade wie schreibst, das sie eine starke Persönlichkeit hat und ich mochte echt sehr ihre Beziehung zu Klaus. Und zu Serena, so ging es mir ähnlich. Wenn man älter wird, verändern sich die Blicke auf früher geschaute Serien.
    Alles Liebe
    Nadine

    • beautyinsimplicity

      Ich fand es auch total toll, dass die Stadt nicht so groß war, da man nicht so einen Stress hatte alles zu sehen. Je größer die Stadt und je weniger Zeit man dort hat, desto gestresster läuft alles ab, da man einfach so unter Zeitdruck steht und das mag ich eigentlich gar nicht. Wir haben alles geschafft zu sehen, was wir sehen wollten und ich fand den Ausflug einfach nur schön 🙂 Ich wünsche dir alles Liebe Nadine, xx

  • Maja

    Was für ein toller Reisebericht! Ich war auch bereits einmal in Würzburg, aber das ist schon sooo lange her. Ich hatte das gar nicht mehr so schön in Erinnerung haha aber da muss ich auch definitiv auch noch mal vorbeischauen und werde deine Punkte definitiv abarbeiten.
    Alles Liebe, Maja

    • beautyinsimplicity

      Ich kann es dir wirklich nochmal ans Herz legen, da es so so wunderschön war! Aber ich kenne das, ich war als Kind/Teenager auch schon in vielen Städten und weiß gar nicht mehr, wie sie eigentlich aussahen oder wirklich waren. Aber das kann auch daran liegen, dass man mit den Jahren zu verschiedenen Dingen neue Ansichten entwickelt.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag, xx

  • Wonderful Fifty

    Liebe Elisa, ein kleiner Städtetrip zum Geburtstag ist einfach eine wunderbare Idee. Es ist doch das Schönste, mit lieben Menschen die Zeit zu verbringen und daher ist es doch eines der besten Geschenke, die wir anderen machen können. Wir halten es mittlerweile auch meist so, dass es kein typisches Geschenk gibt, sondern dass wir eben gemeinsam etwas unternehmen, was dem Geburtstagskind Freude bereitet. Ein bisschen habe ich natürlich dabei auch profitiert, denn in Würzburg war ich noch nicht und daher war es für mich schön, gedanklich mit euch diese Stadt zu entdecken. Beim letzten Stopp mit der Bezeichnung „Wunschlos glücklich“ hast du mich gleich mal auf eine falsche Spur gebracht, denn ich bin davon ausgegangen, dass damit gemeint ist, dass ihr alle wunschlos glücklich wart 😉 Aber bei diesen köstlichen Leckereien in diesem Cafe seid ihr das sicher sowieso gewesen.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

    • beautyinsimplicity

      Liebe Gesa,
      ich finde eben auch, dass es etwas ganz besonderes ist, wenn ein Geschenk etwas ist, was man zusammen unternehmen kann 🙂 Es bereitet allen Freude, vor allem dem Geburtstagskind, und es ist eine Erinnerung, die einem so lange bleibt. Ich würde solche Geschenke auch allen anderen Geschenken vorziehen und war begeistert, dass ich dadurch selber die Chance hatte Würzburg zu erleben 🙂 Die Stadt hat mir wirklich gut gefallen!
      Wir waren tatsächlich wunschlos glücklich nach diesem Tag, doch die Leckerei waren dann nochmal das Highlight!
      Ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche, xx

  • Nicole

    Der Beitrag hat mich natürlich magisch angezogen, denn ich studiere in Würzburg und wohne in der Gegend. An der Residenz komme ich deshalb regelmäßig vorbei und sie fasziniert mich immer wieder. So wunderschön <3. Die Begeisterung ebbt da nie ab. Die Residenz war ja auch Drehort für "Die drei Musketiere" von 2011 sowie auch die alte Mainbrücke. Falls es dich noch mal nach Würzburg verschlägt: Sehenswert ist bei der Residenz auch der Spiegelsaal im Inneren, der ist auch sehr beeindruckend.

    Das Wunschlos Glücklich kenne ich auch, da gehe ich auch oft mit Freundinnen essen. Die Waffeln dort sind super, genauso wie der Kuchen. Nur die Zimtschnecken waren bisher immer ausverkauft, wenn wir dort waren. Ob ich die je probiert bekomme?

    Dankeschön für dein liebes Kompliment und die lieben Worte <3.
    Ich frage mich auch, wann genau es passier ist, dass genau diese Denkweise zur Norm geworden ist. Dass nur noch der eigene Lebensstil der einzig richtige ist und das schließt natürlich auch sowas wie Hobbys und Ansichten zu allen möglichen Dingen mit ein. Das Internet was ja gerade aufgrund der Vielfalt an Meinungen so positiv erachtet wurde, hat da echt die ersten Dämpfer bekommen. Meine Beitrag zu solchen Dingen ist dann immer: Darf nicht jeder das mögen, was ihm/ihr gefällt. Gerade Horror ist da auch ein echt gutes Beispiel, gerade weil da noch dazu kommt dass Grusel etwas subjektives ist. Also jeder gruselt sich vor anderen Dingen und da hat jeder in meinen Augen einen eigenen Maßstab. Aber ist ein Film gleich "Müll" oder "Mist" nur weil ich mich nicht gegruselt habe? Muss ich dann anderen absprechen, dass er ihnen gefällt? Nur weil mir etwas nicht gefallen hat, gilt das eben nicht für die ganze Welt und ich finde wie du auch, dass es einen Unterschied gibt zwischen: Man setzt sich sachlich mit den Dingen auseinander, die einem an einem Film nicht gefallen hat vs. jetzt darf den auch sonst niemand mögen und wenn, dann hat er halt einen schlechten Geschmack oder ist nicht ernst zu nehmen.

    Das finde ich aber schön, dass das bei euch so funktioniert. Das kenne ich tatsächlich auch von meinen Eltern. Mein Dad guckt für meine Mum immer mal wieder Liebesfilme oder Komödien – was echt nicht sein Genre ist, aber manchmal muss er dann doch zugeben, dass nicht alles schlecht ist – dafür schaut sie halt dann mal nen Actionfilm mit ihm. Finde das auch immer gut, wenn das in einer Partnerschaft so funktioniert. Würde ich mir auch selbst wünschen, denn bei Filmen geht das ja ganz gut. Nur bei Serien: Die würde ich dann halt alleine gucken, wenn der jweilige Partner damit null anfangen kann. Geht ja auch.

    • beautyinsimplicity

      Oh wie schön! Ich wusste gar nicht, dass du in Würzburg wohnst! Nächstes Mal wenn ich dort sein sollte, sag ich dir auf jeden Fall Bescheid. Vielleicht hast du ja auch den einen oder anderen Geheimtipp ;-)!
      Die Zimtschnecke war wirklich unglaublich lecker – krass, dass sie bei dir immer ausverkauft war!:O

      Ich finde auch, dass man immer zwischen objektiver und subjektiver Meinung unterscheiden muss, denn es ist ja nichts schlimmes, wenn jemandem etwas nicht gefallen hat, doch es dann bei anderen schlecht zu reden oder eben zu sagen, die Person hätte einen schlechten Geschmack, geht gar nicht!

      Wie süß deine Eltern! Ja wir können uns auch mehr oder weniger dann auf etwas einigen (zum Glück), doch viele Serien muss ich auch alleine schauen, denn einen einundhalbstündigen Film kann man ja gut mal aushalten, aber eine Serie, die einen nicht interessiert – schwierig. Würde ich auch nicht unbedingt machen 😀

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