Food,  Lieblingsrezepte

Finnischer Blaubeerkuchen

Nach gefühlt einer Ewigkeit, bin ich die Woche endlich mal wieder zum Backen gekommen. Ich habe es zeitlich einfach nicht geschafft und tatsächlich hat backen für mich etwas Entspanntes, sodass ich das in aller Ruhe machen möchte. Ich habe eine Weile überlegt, was ich denn backen könnte (ich muss zugeben, dass mir in unserer neuen Wohnung noch einiges an Equipment fehlt, was bei Mama selbstverständlich war). Wie ihr vielleicht wisst, bin ich Halbfinnin und liebe finnischen Blaubeerkuchen, vor allem den, den meine Mama und meine Oma immer machen. Blaubeeren wachsen in Finnland wirklich in jedem Wald und dürfen auch fast überall gepflückt werden. Mit meiner Oma bin ich schon als Kind immer Blaubeeren pflücken gegangen und wir kamen am Ende mit zwei bis vier Eimern voll davon zurück. Blaubeeren sind gefühlt die Nationalfrucht schlechthin, weil es sie so viel gibt und sie auch für so vieles benutzt werden.

Kleiner Fun-Fact: in Finnland steht in keinem Rezept Gramm da, sondern immer dl – also Deziliter. Dafür gibt es ein Behältnis, dass genau einen Deziliter umfasst. Das heißt im Rezept steht nicht 65 g Zucker, sondern ¾ dl Zucker. Doch als Halbfinnin habe ich dieses Behältnis natürlich und habe euch dann die Mengen umgerechnet.

Dauer: 50 Minuten

Aufwand:

Schwierigkeit:

Zutaten

Teig:
100 g Butter
1 Ei
¾ Teelöffel Backpulver
65 g Zucker
150 g Mehl

Füllung:
200 g Crème fraîche
1 Ei
65 g Zucker
1 Teelöffel Vanillezucker
200 g Blaubeeren

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Butter weich werden lassen (ansonsten GANZ kurz in die Mikrowelle)
  3. Ei, Butter und Zucker mit dem Rührgeräte vermischen.
  4. Mehl und Backpulver vermischen, anschließend in die Rührschüssel dazugeben
  5. Form fetten und den Teig in die Form geben.
  6. Flach drücken und die Ränder nicht vergessen.
  7. Mische das Crème fraîche, das Ei und den Zucker für die Füllung
  8. Wenn ihr gefrorene Blaubeeren benutzt, taut sie auf und trocknet sie, da sich sonst zu viel Flüssigkeit bildet
  9. Einige Blaubeeren auf den Teig in der Form geben.
  10. Die Füllung in die Form gießen.
  11. Die restlichen Blaubeeren auf den Kuchen geben.
  12. 25-30 Minuten im Ofen lassen, dann abkühlen lassen.

Man muss außerdem dazu sagen, dass in einen finnischen Blaubeerkuchen eigentlich kein Crème fraîche reingehört, doch das, was im Rezept steht, nämlich „kermaviiliä“, gibt es in Deutschland leider nicht zu kaufen, weswegen der Kuchen etwas anders schmeckt als in Finnland. Anders, aber auch sehr lecker. Wir haben uns mit meinem Freund dann auch gleich ein Stück gegönnt, sobald er abgekühlt ist und haben ihn sehr genossen.
Viel Spaß beim Backen, Elisa xx  

8 Kommentare

  • S.Mirli

    Liebe Elisa, wie kannst du so etwas posten, ich will SOFORT genau so ein Stück Kuchen haben. Ich liebe ja jede Art von Backware mit Blaubeeren und dieser Kuchen schaut sooo saftig aus. Ich habe mir das Rezept sofort gemerkt, damit ich das schnellstens ausprobieren kann … wenn ich dann irgendwann wieder zu sabbern aufhöre. Vielen, vielen Dank für dieses einmalige Rezept. Ich wünsche dir eine ganz wundervolle Wochenmitte und hab eine tolle Restwoche, alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • beautyinsimplicity

      Könnte ich, würde ich dir natürlich SOFORT ein Stück zuschicken, Mirjam! Er war jedoch auch sehr schnell aufgegessen, da er bei allen sehr sehr gut ankam. Den werde ich defintiv noch viele Male backen. Freut mich sehr, dass er auf deiner Liste gelandet ist 🙂
      Alles Liebe, Elisa xx

  • Miss Alice

    Liebe Elisa, du hast richtig mein Geschmack getroffen. Ich mag keine Rezepte, die zu kompliziert sind oder die Zutaten man nicht mal aussprechen kann und schwer zu bekommen sind. Dein Kuchen scheint sehr unkompliziert zu sein und Zutaten sind auch übersichtlich. Es schmeckt bestimmt auch sehr lecker :).

    Liebe Grüße
    Alicja (https://www.miss-alice.net)

    • beautyinsimplicity

      Freut mich sehr, dass das Rezept dir zusagt! Es ist wirklich einfach und man braucht keine ausgefallenen Zutaten. Ich kann ihn wirklich wärmstens empfehlen, denn hier war er in Null Komma Nix aufgegessen 🙂
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, Elisa xx

  • Maja

    Wie lecker sieht das bitte aus!! Ich muss das Rezept unbedingt abspeichern und ausprobieren, denn ich liebe Blaubeeren. Danke für das tolle Rezept 🙂

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