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Long Distance Relationship

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Blogpost schreiben soll. Immer wieder angefangen und es dann doch wieder gelassen. Warum? Weil das Thema sehr persönlich, individuell und unterschiedlich ist. Doch nach drei und halb Jahren Fernbeziehung habe ich einige Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und habe einige Tipps, die die Distanz ein klein wenig besser machen. Natürlich ist mir bewusst, dass jede Beziehung unterschiedlich ist, dass jede Beziehung sowie jede Person mit so etwas anders umgeht, doch ich werde hier meine Situation, meine Erfahrungen und meine Tipps für euch zusammenfassen. Vielleicht ist ja doch das eine oder andere dabei, dass euch hilft.

Unsere Geschichte

Mein Freund und ich sind noch während der Schulzeit zusammengekommen, wo wir uns natürlich jeden Tag gesehen haben. Auch nach dem Abitur, habe ich mein Studium in Mainz begonnen, um so nah wie möglich bei meiner Familie und meinem Freund zu sein. Durch das Studium musste ich ein halbes Jahr nach Italien, worauf ich mich sehr gefreut habe, was jedoch für unsere Beziehung die erste Hürde war. Nachdem ich aus Italien zurückkehrte, merkte ich, dass mich mein Studium nicht glücklich macht und ich habe mich entschieden, das zu studieren, was ich gerne möchte – was es jedoch nur in Augsburg gibt. Nach langem Hin und Her, vielen Gesprächen und Pro- und Kontralisten hat mir mein Freund versichert, dass ich meinen Träumen folgen soll und dass wir das schaffen, weswegen ich dieses Kapitel gestartet habe und nach Augsburg gezogen bin. Von Mainz bis nach Augsburg sind es ungefähr 360km. Dort war ich dann zwei und halb Jahre. Dann bin ich wieder für ein halbes Jahr ins Ausland, nach England, um mein Auslandssemester zu absolvieren. Nach drei und halb langen Jahren war ich in zwei Ländern, in Augsburg, habe meinen Bachelor gemacht und bin dann wieder zurück in die Heimat gezogen, wo ich nun seit August 2020 mit meinem Freund zusammenwohne – unser großer Traum!

Meine Erfahrungen

Irgendwie hatte ich mir die Fernbeziehung leichter vorgestellt, als sie es dann letztendlich war. Ich hatte mir das im Kopf alles so schön ausgemalt, wie wir jeden Tag telefonieren/facetimen, wir uns alle zwei Wochen entweder zu Hause oder in Augsburg sehen, die Semesterferien immer komplett zu Hause bin, dass man auch mal ein oder zwei Tage Urlaub nehmen/fehlen kann, um sich länger als Freitag bis Sonntag zu sehen und dass die Zeit schnell rumgeht. Ja…Pustekuchen. So war es nämlich absolut nicht. Ich habe es mir wirklich leicht vorgestellt, aber eine Fernbeziehung braucht viel Energie, Kraft, Liebe, Glaube, Zusammenhalt, Sicherheit und Überzeugung. Schon schnell stellte ich fest, dass jeden Tag telefonieren irgendwie nicht so richtig funktioniert, erstens weil wir unterschiedliche Tagesabläufe hatten und dadurch manchmal einfach keine Zeit gefunden haben und zweitens, weil man sich irgendwann nichts mehr zu sagen hat. Unglaublich, aber wahr. Natürlich habe ich davon gehört, dass wenn man jeden Tag spricht/telefoniert, dass man sich irgendwann nichts mehr zu sagen hat, doch ich war mir sicher, dass es uns nicht so gehen wird, denn dafür lieben wir uns zu sehr. Doch genau das ist eingetroffen, denn tatsächlich passiert jeden Tag gar nicht so viel. Zu Beginn hat das noch gut geklappt, weil ich in einer neuen Umgebung war, neue Erfahrungen gesammelt habe, eine neue Stadt kennengelernt habe, Leute getroffen habe etc., doch als der Alltag (Uni, Arbeiten, Haushalt) eingetroffen ist, gab es irgendwie nicht mehr so viel zu erzählen und meinem Freund ging es genauso. Daraufhin haben wir uns dafür entschieden etwas weniger zu telefonieren, sodass wir etwas zu erzählen haben und nicht am Ende ewig in der Leitung hängen und nichts zum Reden haben. Ich weiß das hier einige sagen werden: „Das kann doch nicht sein. Wenn man sich wirklich liebt, dann hat man immer was zum Reden.“ Doch auch wenn man sich liebt, entspricht das nicht ganz der Wahrheit, denn der Alltag holt einen ein. Da wir uns in diesem Moment auch in „verschiedenen Leben“ befanden, war es auch nicht so einfach über alles zu sprechen oder lustige Anekdoten zu erzählen, weil er ja nicht dabei war oder die Leute nicht kennt. Klar, er wohnt ja auch nicht da, kennt meine Freunde nur aus Erzählungen und kann sich dadurch natürlich bestimmte Situationen, die ich versuche, ihm zu schildern, nicht genau vorstellen. Im Endeffekt wusste er nicht so viel von meinem Leben in Augsburg, außer was ich ihm erzählt habe, weswegen wir dann ein paar unserer precious Wochenenden damit verbracht haben, dass er meine Freunde kennenlernt, damit er mehr in mein Leben da unten integriert ist.

Auch das „Wir sehen uns alle zwei Wochen“ hat leider nicht immer geklappt, denn es kommt immer mal was dazwischen. Wie immer im Leben. Mal musste einer von uns dann doch am Wochenende arbeiten, man hat keinen günstigen Zug gefunden, das Auto war belegt, man hatte einfach etwas anderes vor, wie zum Beispiel wichtige Geburtstage oder Feste. Denn seien wir mal ehrlich, niemand möchte von seinem Partner verlangen, all seine Freunde und Hobbys stehen und liegen zu lassen, nur damit man sich sieht. Schön ist es, wenn es klappt, aber man sollte sich dennoch nicht zwischen Freundin und Freunde/Hobbys entscheiden müssen, denn auf Dauer wird das weder den Freund/Freundin glücklich machen, noch der Beziehung guttun. Manchmal war es auch so, dass meine Freundinnen mich für das Wochenende gefragt haben, ob ich irgendwohin mitwill und natürlich wollte ich das gerne, aber da kann es mal sein, dass es sich genau mit einem Wochenende überschneidet, an dem theoretische geplant war nach Hause zu fahren oder vom Freund Besuch zu bekommen. Das Wichtige ist, dass man da eine Balance findet, denn man sollte auch seine Freunde nicht vernachlässigen, sonst steht man am Ende ganz alleine da und hat keinen Anschluss gefunden. Naja, und wenn wir es dann ins Auto geschafft haben und losgedüst sind, hatten wir immer das Glück, dass die theoretische Strecke von drei und halb Stunden immer viel länger gedauert hat, sodass die Wochenenden letztendlich sehr kurz waren. Man konnte ja nicht immer Freitag früh losfahren, bedeutet, man kommt auch mal in den Feierabendverkehr, vorbei an Stuttgart war sowieso immer die Hölle und sonntags musste man ja dann auch rechtzeitig los, da man immer mit Stau rechnen musste und man vielleicht nicht erst um Mitternacht ankommen wollte.

Dasselbe gilt für Semesterferien. Ich dachte die zwei-drei monatelangen Semesterferien nutze ich voll und ganz mit meinem Freund, fahre nach Hause und komme erst zu Semesterbeginn wieder zurück, doch auch das hat nicht immer so geklappt. Zuerst standen ja noch die Klausuren bevor, die in Bayern und in Rheinland-Pfalz auch noch zu unterschiedlichen Zeiten stattfanden, was bedeutet, unsere Klausurenphasen waren nicht zur gleichen Zeit. Auch Hausarbeiten musste noch in den Semesterferien geschrieben und abgegeben werden und dafür brauchte ich ja die Bücher aus der Uni Bib. Ausleihen ist ja dann auch eher schlecht, weil dann muss man die Bücher ja nach zwei Wochen wieder zurückbringen, das heißt, die Arbeiten wurden erstmal fertig geschrieben und dann bin ich sofort nach Hause. Doch auch der Semesterbeginn war nicht gleich, sodass der andere früher wieder beschäftigt war, oder ich zurück nach Augsburg musste, als der andere.

Was ich außerdem gelernt habe, was unglaublich wichtig ist, ist Vertrauen. Ohne Vertrauen werdet ihr keine Fernbeziehung führen können, denn ihr wisst nicht wo der andere gerade ist, was er macht, mit welchen Leuten man abhängt und wie man vielleicht von dem neuen Umfeld beeinflusst wird. Man muss seinem Partner zu 100% vertrauen! Natürlich ist da auch mal Eifersucht im Spiel, denn man fragt sich, mit wem ist der Partner unterwegs, wird er vielleicht angesprochen oder nach der Nummer gefragt. Aber nicht nur Gefühle wie Vertrauen und Eifersucht spielen eine Rolle, sondern auch Angst, denn man hat im Hinterkopf immer eine kleine Angst, dass man sich auseinanderlebt und man verlassen wird. Obwohl wir die drei und halb Jahre überstanden haben und nun zusammenwohnen, war es dennoch nicht immer leicht. Es bedeutet viel Arbeit, man muss vieles aufgeben, man muss sich Zeit nehmen, dem anderen seine Liebe zeigen und immer wieder beweisen, man muss Prioritäten setzen, den Partner in das neue Leben integrieren und immer fest aneinander glaube und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Auch wir hatten Diskussionen, Streit, standen an einem Punkt, wo wir nicht wussten, ob das noch Sinn macht, doch jedes Mal haben wir uns vor Augen geführt, dass es doch eine absehbare Zeit ist, wir uns so sehr lieben und den anderen nicht missen möchten.

Meine Tipps

Ich möchte euch gerne ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Natürlich kann es sein, dass euch manche davon nichts bringen, ihr in einer anderen Situation seid und manches für euch einfach nicht funktioniert, doch uns haben diese Kleinigkeiten sehr geholfen.

  1. Verabredet euch zu festen Zeiten, wenn ihr telefonieren oder facetimen wollt. Es gibt nichts Schlimmeres, als zu sagen: „Ja, wir können ja am Wochenende irgendwann telefonieren“ oder „Ja Dienstag oder Mittwoch klappt doch gut“. Nein. Denn es kommt sonst immer was dazwischen, weil man ja keinen genauen Zeitpunkt festgelegt hat. Wenn wir wussten, wir telefonieren Samstagabend, dann haben wir auch am Samstagabend telefoniert.
  2. „Trefft euch“ zum Filme schauen. Wie, fragt ihr? Geht ganz einfach. Wir haben uns beide an denselben Abenden, zur selben Uhrzeit vor den Laptop gesetzt, telefoniert und einen Film oder eine Serie auf Netflix ausgesucht und gleichzeitig auf Start gedrückt. So haben wir den Film/die Serie „zusammen angeschaut“. Natürlich ist es nicht dasselbe, wie wenn man nebeneinander liegt, doch man hat etwas, worauf man sich mehrmals die Woche abends freut, man kann über dieselbe Serie sprechen UND (ganz wichtig) man darf ohne den Partner nicht weitergucken. Auf diese Abende haben wir uns sehr gefreut!
  3. Integriert euren Partner/in in euer Leben. Zu Beginn haben wir jede Sekunde zu zweit verbringen wollen, wenn wir uns gesehen haben, doch irgendwann haben wir gemerkt, dass ich ihm die Stadt nahebringen muss, dass er meine Freunde kennenlernen muss, wir auch mit meinen Freunden etwas gemeinsam unternehmen müssen, damit er ein bewusster Teil meines Lebens in Augsburg wird und meine Freunde ihn auch als Teil von mir sehen. Das hat so gut geklappt, dass wir fast jedes Mal, wenn er da war, alle was zusammen gemacht haben, meine Freunde nach ihm gefragt haben und meine männlichen Freunde sich nur mit ihm alleine treffen wollten, anstatt in der Gruppe. Er wurde also akzeptiert, integriert und es wurde aktiv nach ihm gefragt.
  4. Erinnert euren Partner/in an eure Liebe und überrascht euch. Es ist ganz wichtig, dass ihr eurem Partner/in immer wieder sagt, dass ihr ihn/sie liebt, denn sonst kann das schnell in Vergessenheit geraten. Sagt es euch am Telefon, schreibt es euch, hinterlasst dem Anderen Nachrichten, wenn ihr da seid, die er/sie dann erst findet, wenn der andere weggefahren ist. Mein Freund hat mir auch ab und zu Blumen oder Schokolade geschickt. Wir haben uns lange Nachrichten geschrieben, was wir am Anderen lieben und haben uns zusammen unsere Zukunft ausgemalt.
  5. Plant eure Zukunft. Natürlich kann man nicht alles planen und wahrscheinlich wird es auch ganz anders kommen, als man es eigentlich geplant hat. Dennoch ist uns aufgefallen, dass es uns gutgetan hat, wenn wir über unsere gemeinsame Zukunft gesprochen haben. Anstatt zu sagen: „Wenn ich mit dem Studiengang fertig bin, will ICH dahinziehen und DORT arbeiten“, sollte man sagen: „Wie wäre es denn, wenn wir nach unserem Studium dorthin ziehen, weil da können wir beide eine schöne Wohnung und einen Job finden.“ Oder plant gemeinsame Reisen – nächstes Jahr, übernächstes Jahr. Dadurch bleibt man verbunden, spürt man Vorfreude und plant ein gemeinsames Leben.
  6. Macht immer das nächste Treffen aus! Das ist ganz ganz wichtig, denn wenn ihr wisst, in wie viel Wochen/Tagen ihr euch seht, steigert sich eure Vorfreude und ihr habt etwas, worauf ihr euch freuen könnt. Jedes Mal, wenn wir uns gesehen haben, haben wir ausgemacht, wann wir uns das nächste Mal sehen und das war immer präsent in meinem Kopf.
  7. Kommunikation ist das A und O! Versucht immer über alles zu sprechen, nicht nur was ihr den Tag über gemacht oder gegessen habt, sondern redet über eure Gefühle, teilt dem anderen mit, wenn ihr gerade zweifelt, traurig seid, mit der Situation nicht gut klarkommt, aber teilt euch auch mit wenn ihr glücklich seid, wenn ihr froh seid, dass der Partner/in in eurem Leben ist. All diese Gedanken, Gefühle, Ängste und Erwartungen. Denn wenn der Partner/in, trotz der Entfernung, weiß, was in euch vorgeht, hilft es eurer Beziehung, bringt euch näher zueinander und führt zu mehr Vertrautheit.
  8. Einfach zusammen sein! Ein großer Fehler, den wir auch häufig gemacht haben, war, dass wir das ganze Wochenende komplett durchgeplant hatten, damit wir in das und das Restaurant gehen können, ins Kino gehen können, auf ein Fest, Freunde treffen, die Stadt erkunden, einen Tagesausflug machen – all das, was andere Paare in Monaten machen, versuchten wir in ein Wochenende zu quetschen. Doch am Ende war es einfach nur stressig und wir haben die Zweisamkeit gar nicht richtig genießen können. Eine Balance ist wichtig. Nehmt euch ein paar Dinge vor, die ihr gerne machen wollt, aber überplant nicht alles, denn Spontaneität tut auch gut und ihr habt genug Zeit für euch. Genießt einfach die Zeit miteinander, seid einfach nur zusammen.
  9. Nutze die Zeit ohne deinen Partner/in. Auf der anderen Seite ist es ganz wichtig, dass, wenn ihr nicht beieinander seid, dass du auf dich Acht gibst, schaust, dass es dir innerlich gut geht, dass du Hobbys hast bzw. etwas machst, was dir Spaß machst, dich mit Freunden triffst und deine Zeit nutzt. Denn wenn du „zurückbleibst“ und dich dem Gefühl der Sehnsucht hingibst, wirst du mit der Zeit daran kaputt gehen und eure Beziehung auch, weil du nur so vor Negativität sprühst. Es ist selbstverständlich, dass man seinen Partner/in vermisst, doch dieses Gefühl darf nicht dominieren, sondern die Vorfreude auf nächstes Mal und die Liebe zwischen euch.
  10. Vergesst niemals, warum ihr euren Partner/in liebt. Das ist ein Punkt, der beide Partner betrifft, für den ihr jedoch alleine zuständig seid. Wenn man sich nicht so oft sieht, ein „anderes“ Leben führt, in Kontakt mit vielen anderen Menschen kommt und viele neue Dinge erlebt, scheint es einfach sein den anderen zu „vergessen“, die Liebe zu unterdrücken, damit die Sehnsucht nicht durchbricht und sich so abzulenken, als gäbe es den anderen nichts, doch genau das ist falsch. Denn das führt eindeutig dazu, dass man sich auseinanderlebt und sich trennt. Ihr müsst euch immer vor Augen halten, dass ihr euren Partner/in liebt, wie sehr ihr ihn/sie liebt, was ihr an ihm/ihr liebt und dass eure gemeinsame Liebe stark genug ist.

Es war für meinen Freund und mich eine lange, schwierige Zeit mit vielen Ängsten, Spannungen und Unsicherheit. Es war wirklich nicht einfach. Doch genauso wie die negativen Gefühle vorhanden waren, waren die positiven Gefühle von Freude, Liebe und Vertrautheit präsent und diese umso stärker, sodass wir die drei und halb Jahre überstanden haben. Das gemeinsame Ziel ist wichtig. Und unseres war es, nach meinem Studium zusammenzuziehen und endlich beieinander zu sein und das haben wir umgesetzt. Keiner kann in die Vergangenheit gucken, wissen, ob wir immer noch zusammen wären, wenn ich nie weggegangen wäre oder ob wir schon viel früher zusammengezogen wären – man weiß es nicht. Doch was wir wissen, ist, dass wir uns lieben und zusammen sein wollen und deswegen war jede Sekunde, die schwierig und schmerzhaft war, es zu 100% wert.

Warst du schon einmal in einer Fernbeziehung oder bist du gerade in einer Fernbeziehung? Was denkt ihr? Kann eine Fernbeziehung funktionieren? Elisa xx

18 Comments

  • miras_world_com

    Mein Mann und ich haben unsere Beziehung aus der Ferne aufgebaut und uns trennten 1050 km! Es hat geklappt und sind schon dieses Jahr 25 Jahre verheiratet. Geht doch- schluß Ende! Aber nein, so einfach ist es nicht. Es kommt auf die Zeit, Partner und Situation an. Meinen Neffen und seiner Ehefrau trennte die halbe Weltkugel (er- Niederlande, sie- Venezuella). Obwohl ich meine Erfahrung habe und es hat bei mir funktioniert, war (bin) ich skeptisch ob es bei den beiden gut geht. Wie gesagt, es hängt von vielen Faktoren ab. Dazu muss ich sagen, DAMALS bei mir war es nicht einfach. Heute ermöglicht die Technik, dass man sich jeden Tag sieht, man kann schon quasi jeden kontrolieren. Wir haben tatsächlich noch Briefe geschrieben und eine Woche gewartet bis da was kam. Auch telefonieren war nicht selbstverständlich (die Technik war einfach nicht da). Aber vielleicht eben das, hat uns gezeigt, was eine Partnerschft ausmacht. Ich wünsche euch alles Liebe und hab viele glückliche gemeinsame Tage. Und… zu erzählen habt ihr später auch was! Liebe Grüße!

    • beautyinsimplicity

      Liebe Mira,
      danke schön für deinen so persönlichen Kommentar zu diesem Thema! Wow, 1050 km ist dann doch nochmal was anderes 😳! Es freut mich natürlich zu hören, dass ihr so viele Jahre glücklich verheiratet seid, das ist heutzutage nicht selbstverständlich. Und ja, es muss damals wahrscheinlich ohne Facetime und Co. noch viel schwieriger gewesen sein – wie du sagst, man wartet eine Woche auf einen Brief und sieht sich nicht. Auch bestimmt sehr schwer, gar nicht zu vergleichen mit heute.
      Ich drücke deinem Neffen und seiner Frau die Daumen und hoffe sehr, dass sie es schaffen!
      Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass wir immer durchgehalten haben, sodass wir heute die Zweisamkeit sehr genießen und wie du sagst, auch einiges zu erzählen haben.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, xx

  • Luisa

    Das ist wirklich ein toller Beitrag sehr interessant das über euch zu lesen. Außerdem sind die Tipps auch total gut und scheinbar habt ihr das dann auch geschafft. Mit meinem ersten Freund hatte ich auch eine Fernbezieheung, aber das ist nicht ganz so gut auseinander gegangen.
    Liebe Grüße
    Luisa von https://allaboutluisa.com/

    • beautyinsimplicity

      Vielen Dank Luisa! Es freut mich auch sehr, dass du die Tipps als hilfreich erachtest 🙂
      Oh, das tut mir sehr Leid. Aber letztendlich glaube ich fest daran, was sein soll, soll sein und was nicht, das nicht!
      Alles hat seinen Grund!
      Liebe Grüße zurück, xx

  • Vanessa

    Liebe Elisa,
    wow, vielen Dank für das offene Teilen dieses sehr persönlichen Themas! Ich finde es beeindruckend, dass ihr diese doch sehr lange Zeit so gut gemeistert habt. Ich selbst hatte noch nie eine Fernbeziehung, aber durch deine Beschreibungen kann ich gut nachempfinden, was für eine Herausforderung das ist. Ich weiß nich, ob ich das auf Dauer schaffen würde, aber ich glaube, andererseits kann man so eine Entscheidung auch nur dann treffen, wenn man in der Situation ist – und nicht vorher theoretisch durchdenken. Von außen zu sagen „Ich würde das so und so oder so und so nicht machen“, finde ich immer etwas einfach, wenn man nicht drinsteckt. Umso toller, dass ihr daran gewachsen seid und jetzt eure Zweisamkeit genießen könnt!
    Liebe Grüße!

    • beautyinsimplicity

      Hallo Vanessa,
      danke für deine lieben Worte. Es war auch echt eine Überwindung, aber ich denke, dass es viele Menschen da draußen gibt, die dasselbe durchmachen mussten/müssen und da helfe ich gerne:-)
      Hätte mir früher mal jemand gesagt, dass ich eine führen würde, hätte ich das niemals geglaubt, weil ich eigentlich eine sehr anhängliche Person bin, doch irgendwie haben wir es dann doch gemeistert, weil wir beide einfach wusste, dass wir genau das wollen und zur gleichen Zeit haben wir die Wünsche/Ziele/Träume des anderes respektiert, was sehr wichtig ist.
      Ich habe tatsächlich vieles zu unserer Fernbeziehung gehört – Gutes wie Schlechtes – doch letztendlich war/ist es mir egal, denn jetzt wohnen wir zusammen und wissen, es hat sich jede einzelne Sekunde gelohnt.
      Ich wünsche dir einen schönen Abend, xxx

  • Wonderful Fifty

    Liebe Elisa, es freut mich sehr, dass du diesen Beitrag geschrieben hast und wir so ein bisschen Einblick in dein Leben bekommen. Das Thema ist sicherlich sehr persönlich, aber sicherlich auch für viele interessant. Es freut mich, dass es bei euch so wunderbar geklappt habt und ihr für euch Möglichkeiten gefunden habt, diese Fernbeziehung so angenehm wie möglich zu gestalten. Vor allem das gemeinsame Seriengucken finde ich eine geniale Idee dafür. Mein Gatte und ich haben auch zwei Jahre eine Fernbeziehung geführt, zwar nicht so weit wie ihr, sondern er war in Niederösterreich und ich in Wien, trotzdem haben wir uns meist nur an den Wochenenden gesehen. Telefonieren war zu dieser Zeit nicht wirklich einfach, da ich kein eigenes Telefon hatte, sondern nur am Gang ein Gemeinschaftstelefon war. Aber auch ohne dieser heutige tollen technischen Möglichkeiten haben wir es geschafft und sind jetzt bereits seit dreißig Jahren ein Paar. Ich wünsche euch beiden für die Zukunft weiterhin alles Gute und genießt eure gemeinsame Zeit in eurer Wohnung.
    Hab einen ganz wunderbaren Tag und alles Liebe Gesa

    • beautyinsimplicity

      Hallo Gesa, danke dir für deine Worte. Ich habe lange überlegt, ob ich es wagen sollte, doch letztendlich hat es mir einfach in den Fingern gejuckt und ich hoffe, dass ich vielleicht einigen mit meinen Tipps helfen kann. Wow! Danke auch dir für deine Einblicke. Dann weißt du ja ungefähr wovon ich rede, wobei heute natürlich vieles einfacher ist mit WhatsApp, Facetime und ja auch gemeinsam Serie schauen. Dafür bin ich auch sehr dankbar, weil ich glaube, dass es früher noch schwieriger war.
      Man hört leider oft, dass die Beziehung die Distanz nicht überlebt hat, weswegen es mich umso mehr freut, dass ihr es geschafft habt und ihr immer noch glücklich seid! Genau das wünsche ich mir.
      Ich wünsche dir einen tollen Mittwochabend, xx

  • S.Mirli

    Liebe Elisa, ich finde es toll, dass du über deinen Schatten gesprungen bist und das Thema aufgegriffen hast, denn ich denke, du kannst mit deinen Erfarhungen und Tipps bestimmt vielen helfen, die am Beginn einer Fernbeziehung stehen. Zumindest teilweise kann ich vieles nachfühlen. 2017 musste mein Mann beruflich für zwei Jahre nach Düsseldorf, das ist doch eine ziemliche Entfernung von Graz aus, aber wir konnten uns zumindest jedes Wochenende sehn, da seine Firma die Flüge übernommen hat, d.h. wir waren eigentlich immer nur 5 Tage am Stück getrennt, aber wenn man 20 Jahre zusammen ist und sich jeden Tag gesehen hat, ist das trotzdem eine ganz schöne Umstellung. Seit zwei Jahren ist mein Mann ständig auf Auslandseinsätzen, teilweise können wir uns auch einmal zwei bis drei Wochen nicht sehen, dann führen wir wieder eine Wochenendbeziehung. Einmal ist er um die halbe Erdkugel in Vietnam oder China, dann zumindest nur in Tschechien oder Deutschland. Ja, es ist nicht immer einfach, aber da ich schon immer sehr viel Zeit auch für mich alleine gebraucht habe, ist das eine gar nicht so schlechte Abwechslung und bringt irgendwie auch eine neue Intensität in eine so lange Beziehung. Was ich damit sagen will, nein, einfach ist es niemals, aber wenn man weiß, wofür oder für wen man es tut, dann fällt es einam doch gleich viel leichter. Ich wünsche dir eine fabelhafte neue Woche liebe ELisa, alles, alles LIebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • beautyinsimplicity

      Liebe Mirjam,
      danke danke danke. Deine Worte und Zustimmung bedeuten mir viel. Oh nein! Das stelle ich mir auch schwierig vor, wenn man 20 Jahre zusammen ist und dann in eine Fernbeziehung gehen muss. „Normalerweise“ ist es ja meist umgekehrt, dass man wenn man jung ist aus verschiedenen Gründen getrennt voneinander lebt und das große Ziel ist endlich zusammen zu sein, doch das stelle ich mir auch nicht leicht vor, wenn man wirklich daran gewöhnt ist jeden Tag mit seinem Partner zu verbringen. Es freut mich jedoch zu hören, dass ihr die Möglichkeit hattet euch jedes Wochenende zu sehen und da ist die Vorfreude doch gleich doppelt so groß! 🙂
      Ich glaube auch, dass man dann auf einmal mehr Zeit für sich hat, was einem vielleicht auch mal guttut, denn man findet vielleicht neue Hobbys, schafft endlich die Dinge, die man ewig vor sich herschiebt oder widmet sich einfach sich selbst. Aber ja, ich gebe dir recht, die Vorfreude und Intensität in der Beziehung bleibt definitiv anders erhalten!
      Wir haben jetzt, wo wir endlich zusammenwohnen, auch keine Sekunde der Fernbeziehung bereut, denn wir wussten, dass wir auf genau diesen Moment hingefiebert haben.
      Alles Liebe, xx

  • Sandy

    Sehr schöner Beitrag meine Liebe! Ich finde es gut, dass du den Beitrag geschrieben hast und doch nicht gelöscht hast :).
    Ich war zum Glück noch nie in einer Fernbeziehung und stelle es mir auch nicht leicht vor, besonders in der Anfangsphase. Ich freue mich aber total für euch, dass ihr es gemeistert habt und jetzt zusammenwohnt. Viele Beziehungen scheitern bestimmt auch an der Distanz aber sie kann natürlich auch stärken und näher zusammenbringen.

    Liebe Grüße
    Sandy GOLDEN SHIMMER

    • beautyinsimplicity

      Danke schön Sandy! 🙂 Ich bin auch froh, dass wir schon eine Weile zusammen waren, bevor die Fernbeziehung losging, denn in der Anfangsphase kann das natürlich noch schwieriger sein. Uns hat die Erfahrung jedoch auf jeden Fall gestärkt und näher zusammengebracht und wir sind einfach nur glücklich.
      Ich wünsche dir einen schönen Abend, xx

  • Leila

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich glaube du hilfst mit deinen Worten einer Menge Leute! Viele wissen nicht was auf sie zukommt oder was es für Tipps gibt und genau diesen Leuten hilft dieser Beitrag enorm. Auch wenn es persönlich ist, ist es gerade für diese Leute wichtig♥️ Es hilft ihnen und dank dir haben sie auch Hoffnung. Freue mich sehr, dass es bei euch geklappt hat, das wünsche ich jedem! Alles liebe dir 🙂

    • beautyinsimplicity

      Danke für deine lieben Worte, Leila. Genau das habe ich mit diesem Beitrag auf erreichen wollen 🙂
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, xx

  • Milli

    Der Beitrag ist echt schön geschrieben. ich glaube mit deinen Tipps, kannst du ganz vielen helfen, die gerade in einer ähnlichen Beziehung stecken. Dein Beispiel zeigt nämlich, dass so eine Fernbeziehung funktionieren kann, wenn man dafür kämpft. Ich stell mir das gerade in der aktuellen Zeit mit Reisebeschränkungen & Co nämlich echt ziemlich schwer vor.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

    • beautyinsimplicity

      Guten Morgen Milli,
      danke schön. Ich bin auch der Meinung, dass es auf jeden Fall funktionieren kann, wenn beide es wirklich wollen und dafür kämpfen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie es im Moment für Paare ist, die eine Fernbeziehung führen, denn die Zeit ist bestimmt besonders schwierig, weil wirklich nicht in Aussicht ist, wann es wieder besser wird.
      Liebste Grüße, xx

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